Henna-Tattoos/Mehndi


Henna Tattoos oder auch Mehndi oder Mehendi (Hindi मेहन्दी, mehndī) ist die aus Nordwestindien, dem heutigen Pakistan stammende Bezeichnung für die kunstvolle ornamentale Körperbemalung mit Henna. Sie erfolgt zu kosmetischen und rituellen Zwecken und ist schon seit dem Altertum bekannt. Sie soll ihren Ursprung in Persien haben und verbreitete sich von dort nach Indien, der Arabischen Halbinsel und Nordafrika. In Indien, Persien, den arabischen Kernländern, Marokko, Mauretanien, Tunesien, Ägypten, Türkei und dem Sudan erhält die Braut zur Hochzeit in der Henna-Nacht eine kunstvolle Bemalung mit Henna auf ihren Händen, evtl. Unterarmen und Füßen. In Bangladesch, im Kaschmir und im Sudan erhält auch der Bräutigam ein Mehndi, das aber weit weniger prachtvoll ausfällt als das der Braut.

 

Im Gegensatz zu echten Tätowierungen verblassen Mehndis innerhalb von zwei bis drei Wochen, da bei diesen nur die sich stetig erneuernde Oberhaut (Epidermis) eingefärbt wird und nicht wie bei Tätowierungen die Farbe subkutan eingebracht wird.

 

Reines Henna färbt von Natur aus nur in rotbraunen Farbnuancen und benötigt eine längere Einwirkzeit.

 

Achtung bei Angeboten mit "schwarzem Henna"!

Für einen schwarzen Farbton und eine schnelle Färbung der Haut wird dem Henna meistens das Haarfärbemittel PPD (p-Phenylendiamin) zugesetzt, das schwere allergische Reaktionen auslösen und zu irreparablen Haut- und Leberschäden führen kann. PPD ist billig und es ist auf dem europäischen Markt erlaubt, Henna bis zu sechs Prozent PPD zuzusetzen.

 

Aus diesem Grund ist es empfohlen, vorsichtig zu sein, wenn – nicht nur in einem Urlaubsland wie Indien, Marokko oder Tunesien, sondern auch in Europa – von Mehndikünstlern bzw. Kosmetikfirmen schwarzfärbende „Hennatattoos“ und -pasten angeboten werden. Ein zumeist untrügliches Zeichen, dass PPD verwendet wird, ist die Versicherung, dass das Ergebnis bereits nach einer halben oder ganzen Stunde dauerhaft sichtbar sein wird. Für Mehndis mit reinem Henna muss man im Gegensatz dazu mindestens zwei bis acht Stunden Wartezeit aufbringen.

 

Allerdings gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit bläulich-schwarze Henna-Tattoos mit Jagua-Gel auf die Haut zu malen. Jagua Gel wird aus der Frucht des Jenipapo-Baumes gewonnen. Der Jenipapo-Baum (Genipa americana, Syn.: Genipa americana var. caruto (Kunth) K.Schum., Genipa caruto Kunth) ist eine Pflanzenart die zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) gehört. Die Jenipapo-Frucht sieht einer Feige ähnlich. Sie ist meist aber bedeutend größer. Der Jenipapo-Baum ist im tropischen Amerika weit verbreitet.

 

Die Ureinwohner Brasiliens und Venezuelas gewinnen aus den grünen Jenipapo-Früchten eine dunkelblaue Farbe, die sie ähnlich Urucú benutzen, um sich zu bemalen. In der paraguayischen Volksmedizin wird Genipa americana (Guaraní: Ñandypa) außerdem desinfizierende, abführende, entschlackende und antirheumatische Wirkung nachgesagt.

(Quellen: wikipedia, https://www.myhenna.de/produkt/jagua-gel/)

 

Meine bisherigen Arbeiten


Hier siehst du ein paar der Henna-Tattoos, die ich bisher gemacht habe. Ich mache das seit ca. 3 Jahren von Zeit zu Zeit und werde langsam immer besser.

 

Mit Henna sind so gut wie alle Motive möglich:

 

Orientalische Muster, Tribal, Tiere, Blumen, auch Schattierungen u.v.m. sind möglich.

 

(Info: Da die Hennapaste noch auf der Haut ist, sieht das Tattoo schwarz aus. Das endgültige Farbergebnis ist erst nach ca. 2 Tagen sichtbar und variiert je nach Hauttyp, Hautstelle und Pflege. Generell färbt Henna die Haut in einem rot-braun bis dunklem kirschrot)

Farbergebnisse


Kurz nach dem Entfernen der Hennapaste, sieht das Ergebnis noch eher orange-farbend aus, dies entwickelt sich aber nach maximal 2 Tagen zu einem dunkleren rot-braun. Wenn man sich an die Pflegetipps hält und das Tattoo gut pflegt, entwickelt sich eine sehr schöne Farbe. Diese ist jedoch immer abhängig von Hautstelle, Hauttyp, Gesundheit etc.